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12. Dezember 2019

BLV fordert schnellen Einstieg in die universitäre Ausbildung von Berufsschullehrkräften

Professionelle Lehrkräfteausbildung muss Priorität bleiben

„Der Koalitionsvertrag hat die Berufsschullehrerausbildung festgeschrieben, nun muss begonnen werden“, fordert der Landesvorsitzende des BLV Thomas Pehle und weiter: „Dass überall Lehrkräfte fehlen und auf Seiteneinsteiger gesetzt wird, darf nicht davon ablenken, dass die grundständige Berufsschullehrerausbildung Fundament und Stützen im Haus der Berufsausbildung in den 25 Oberstufenzentren des Landes bilden.“

Unsere klare Forderung: Im ersten Quartal des neuen Jahres müssen wir den Auftakt zu setzen, wie die Berufsschullehrerausbildung in Brandenburg zukünftig organisiert werden kann. Die Diskussion um die Qualifizierung der Seiteneinsteiger ist wichtig. Sie sind mit ihrem beruflichen Erfahrungsschatz eine willkommene Ergänzung und schon seit Jahrzehnten erfolgreich an den OSZ tätig. Qualifizierungsmaßnahmen im pädagogischen Bereich ersetzen aber nicht die Profession einer Berufsschullehrerin oder Berufsschullehrers. Deswegen darf das ganze System nicht in Schieflage geraten. „Der BLV erwartet von der Politik und auch der Wirtschaft hier den nötigen Druck aufzubauen. Brandenburg braucht die universitäre Ausbildung von Berufsschullehrkräften und einer Deprofessionalisierung des Lehrkräfteberufes muss entgegengewirkt werden.“, so der Landesvorsitzende Pehle.

Hintergrundinfo: Bei einer durchschnittlichen Studienzeit von 6 bis 7 Jahren und der Einrichtung eines Lehrstuhles Berufspädagogik an einer Universität in Brandenburg können die ersten Absolventen an den OSZ frühestens in 10-12 Jahren erwartet werden. Abwerbungen aus anderen Bundesländern sind bei der Lehrkräfteknappheit nicht die Lösung. Der BLV erwartet von der Landesregierung auch die finanzielle Förderung der Lehrkräfte an den OSZ, um ähnlich wie bei den Grundschullehrern auf die Bewerbungsmisere zu reagieren. Der BLV schlägt Zuschläge und Beförderungsmöglichkeiten, wie in den anderen Bundesländern üblich, vor.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay